#News

Written by Gerhard Hopp. Posted in Cham

Bayerisch-tschechische Parlamentariergruppe kommt voran

Vieles ist derzeit sowohl in Deutschland, Bayern als auch in der Tschechischen Republik in Bewegung. Wie ist die aktuelle Lage in Tschechien nach den kürzlichen Parlamentswahlen im Nachbarland? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Böhmen noch stärker intensiviert werden und welche Rolle kann eine bayerisch-tschechische Parlamentariergruppe dabei spielen? Diese und noch weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs des Chamer CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp mit dem Fraktionsvorsitzenden der konservativen KDU-CSL Jan Bartosek, der in Prag die Funktion als Koordinator der Parlamentariergruppe mit übernommen hat. “Gerade für den Landkreis Cham ist von herausragender Bedeutung, wie sich der politische Kontakt zu unseren Nachbarn entwickelt”, betonte Hopp, der sich daher seit Jahren in diesem Feld engagiert.

Erfreut zeigte sich Hopp, dass sein Kollege Bartosek klar signalisierte, dass auch nach den Parlamentswahlen in Tschechien der eingeschlagene Weg, auch auf politischer Ebene die Kontakte auszubauen, fortgeführt werden solle. Insbesondere bei der Verkehrsinfrastruktur und der Sicherheit, aber auch bei der Wissenschaft und Bildung könne man viele Themen gemeinsam angehen und besprechen, waren sich Hopp und Bartosek einig. So habe Bartosek, der aus der Region Budweis stammt, großes Interesse an der Digitalisierung insbesondere im ländlichen Raum – ein Thema, das auch den Landkreis Cham intensiv beschäftige, bestätigte Hopp im Gespräch.

Der Landkreis Cham sei dabei das beste Beispiel, wie beide Länder zu einem gemeinsamen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum zusammenwachsen. Über 3.000 tschechische Einpendler in den Landkreis Cham, die zum wirtschaftlichen Aufschwung beitragen, seien das beste Beispiel, so Hopp. Aber auch im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich habe sich in den vergangenen Jahren viel Gemeinsames entwickelt, das auch die nicht immer einfache Geschichte beider Länder beispielsweise im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung aufarbeiten helfe. „Den Weg wollen und müssen wir weiter gemeinsam gehen“, betont Hopp, der daher stets vor allem bei der jüngeren Generation um Verständnis für das europäische Projekt wirbt. „Frieden, Freiheit und Wohlstand mitten in Europa sind keine Selbstverständlichkeit, sondern hart erarbeitet“, so Hopp. Wichtig sei es daher, auf beiden Seiten kontinuierlich für Dialog zu arbeiten. Dies gelte auch für die Politik.

Mit regelmäßigen gemeinsamen bayerisch-tschechischen Dialogprogrammen in Brüssel, die Hopp angestoßen hat und die von der Hanns-Seidel-Stiftung organisiert wird, sollen zudem auf europäischer Ebene Themen miteinander angesprochen werden, die beide Seiten gleichermaßen betreffen. So steht Ende Januar die nächste Delegation an, bei der Infrastruktur, Wissenschaft und die Zukunft der Regionalpolitik bearbeitet werden sollen, kündigte der CSU-Landtagsabgeordnete an. “Wir sind vom Rande ins Herzen Europas gerückt. Diese Chance müssen wir nutzen und gemeinsam angehen, denn: viele Anliegen können wir grenzüberschreitend besser angehen!, waren sich Hopp und Bartosek einig. Der nächste Schritt hin zur bayerisch-tschechischen Parlamentariergruppe sei damit getan, so Hopp zufrieden. Hier will er auch in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt seiner Arbeit setzen. Der regelmäßige Kontakt und Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist Hopp daher ein wichtiges Anliegen. So hatte er unlängst die neue tschechische Generalkonsulin Kristina Larischova zu einem Antrittsbesuch in München getroffen und mit ihr enge Zusammenarbeit vereinbart.