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Written by Gerhard Hopp. Posted in Cham

„Gemeinsam für Grenzregionen arbeiten

Viele Anliegen und Herausforderungen wie die Strukturförderung, Verkehrsanbindung, Sicherheitsfragen oder auch die Förderung von Innovationen betreffen den Landkreis Cham und die tschechische Grenzregion gleichermaßen. Daher hat der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp bereits im vergangenen Jahr ein bayerisch-tschechisches Dialogprogramm angestoßen, bei dem diese Themen mit Bedeutung vor Ort aufgegriffen und auf der europäischen Ebene gemeinsam besprochen werden können und das immer mehr Kontur annimmt. „Kaum ein Landkreis weist so enge Beziehungen zu unserem Nachbarland Tschechien auf, wie nicht nur die über 3.000 tschechische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer belegen, die zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Die Oberpfalz und Westböhmen sind ein starker Lebens- und Wirtschaftsraum, für den eine grenzüberschreitende Herangehensweise wichtig ist“, so Hopp.

Delegation aus der Grenzregion

Mit Unterstützung durch die Hanns-Seidel-Stiftung und den Leiter des Brüsseler Verbindungsbüros Dr. Markus Ehm nutzte Hopp die Gelegenheit, Vertreter der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik beiderseits der bayerisch-tschechischen Grenze in Brüssel zusammenzubringen. Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Stärkung von Innovation, Bildung und Wirtschaft. So wurde Hopp unter anderem vom Leiter der IHK-Geschäftsstelle Cham Richard Brunner, dem Präsidenten der TH Deggendorf Prof. Dr. Peter Sperber sowie der Stellvertreterin des Pilsener Hauptmanns Ivana Bartosova und dem Bürgermeister der Grenzstadt Domazlice Miroslav Mach begleitet, die ihre Kompetenz und Sichtweise aus der Grenzregion einbringen konnten. Auf dem intensiven Gesprächsprogramm in der europäischen Hauptstadt standen Austausche mit dem Ausschuss der Regionen sowie zur Regionalpolitik und zur Förderung von Innovation und Wissenschaft an.

Zukunft der Strukturförderung ab 2020

Gerade vor dem Hintergrund des Brexit und dem Wegfall Großbritanniens als wichtigem Nettozahler steht die zukünftige europäische Regionalförderung nach 2020 vor besonderen Herausforderungen. „Daher ist es wichtig, dass wir auf allen politischen Ebenen die besondere Situation der bayerisch-tschechischen Gebiete zum Ausdruck bringen und uns einschalten“, so Hopp. Der grenzüberschreitende Ansatz ist Hopp dabei ein besonderes Anliegen. Dies konnte die bayerisch-böhmische Delegation auch bei politischen Gesprächen im Europäischen Parlament mit dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses Pavel Svoboda sowie dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion Manfred Weber vertiefen. Den grenzüberschreitenden Ansatz will Hopp sowohl beim Dialogprogramm auf EU-Ebene als auch im direkten Kontakt mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen fortsetzen, kündigte er an.