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Written by Gerhard Hopp. Posted in Cham

Wählen – (k)eine Selbstverständlichkeit!“ – MdL Dr. Hopp diskutiert mit Erstwählern

Die Anliegen, Sichtweisen und Forderungen künftiger Wählerinnen und Wähler standen am vergangenen Wochenende bei einer fraktionsübergreifenden Erstwählerveranstaltung im Maximailianeum, die der Bayerische Landtag zusammen mit dem Bayerischen Jugendring organisierte, im Mittelpunkt. Über 100 junge Erwachsene aus ganz Bayern hatten die Möglichkeit, mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm sowie mit Abgeordneten aller Parteien ins Gespräch zu kommen und über aktuelle politische Themen zu diskutieren. MdL Dr. Gerhard Hopp, der als jugendpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion die Veranstaltung mitgestaltete, hatte interessierte künftige Erstwähler aus Ostbayern mit in die Landeshauptstadt genommen.

In einer kurzen “Speeddating-Runde” sprachen die Schüler, Studenten und Auszubildenden über ihre Erfahrungen mit der Politik. Neben Hopp und weiteren Abgeordneten aller Fraktionen nahm sich auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm den ganzen Tag Zeit für die jungen Politik-Interessierten: „Ich will in der politischen Diskussion zusammenführen und konstruktive Gespräche ermöglichen,“ unterstrich Stamm. Auch Dr. Hopp betonte, dass politisches Engagement gerade in Zeiten von Populismus, EU-Krise und Fake-News einen hohen Stellenwert einnehme. “Wer sich nicht selbst um seine Belange kümmert, über den bestimmen die anderen”, sensibilisierte der jugendpolitische Sprecher Hopp die jungen Erwachsenen.

Nach dieser ersten Runde trugen die Erstwähler den Abgeordneten vor, welche Themen für sie am relevantesten sind und welche Forderungen sie in dem Zusammenhang an die Politik haben. Gleich der erste Redner stellte klar, dass die Asyldebatte derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung überlagere, man aber sehr schnell übereingekommen sei: es gibt gerade für junge Menschen viele andere Punkte, die für sie entscheidender sind. Beispielsweise die zunehmende Akademisierung in der Ausbildung, die von den junge Erwachsenen sehr kritisch gesehen wird. Das Handwerk müsse gestärkt werden, handwerkliche Berufe sollten gesellschaftlich höhere Wertschätzung genießen und besser bezahlt werden, fanden die Erstwählerinnen und Erstwähler. Auch die Zukunft der Europäischen Union bewegte die jungen Erwachsenen. Nur gemeinsam könne man den Herausforderungen einer globalisierten Welt begegnen. Für das „Projekt Europa“, das derzeit in der Krise steckte, wie es Dr. Hopp formulierte, müsse hart gekämpft werden. Dafür brauche es aber überzeugte Mitstreiter. Auch Datenschutz, politische Bildung an Schulen, Senkung des Wahlalters zumindest auf kommunaler Ebene beschäftigten die jungen Erwachsenen, die auch eine eigene Analyse zur Politikverdrossenheit lieferten: Es gebe oft Kommunikationsdefizite seitens der Politik. “ Bei der Umfrage, ob die Erstwählerinnen und Erstwähler zur Wahl gehen werden, gab es übrigens ein eindeutiges Ergebnis – 85 Prozent wollen auf jeden Fall zur Landtagwahl gehen, nur 4 Prozent sind sich sicher, dass sie nicht wählen werden. 

 

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