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Written by Gerhard Hopp. Posted in Cham

Austausch zu aktuellen Anliegen der Feuerwehren 

Zu einem Austausch zu aktuellen feuerwehrpolitischen Themen hatte in diesen Tagen der Chamer CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp, in sein Büro geladen. Am Gespräch nahmen neben Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Michael Multerer, Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages im Landkreis Cham, Kreisbrandrat Michael Stahl sowie die Kreisbrandinspektoren Norbert Auerbeck, Andreas Bergbauer, Mario Bierl, Marco Greil und Florian Hierl, teil. Wie können Feuerwehren gestärkt werden? Wie ist die aktuelle Lage im Ehrenamt? Und welche Herausforderungen stehen an? Diese und noch weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Gesprächs.

„Unsere 190 Feuerwehren mit ihren 11.000 Aktiven sind immer für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cham da und bringen sich jedes Jahr bei tausenden Einsätzen für uns ein. Was hier im Ehrenamt – rund um die Uhr – für die Sicherheit und die Gesellschaft geleistet wird, verdient unsere höchste Anerkennung“, begrüßte Dr. Hopp die Feuerwehrler und sprach ihnen für die wertvolle Arbeit seine höchste Wertschätzung aus. „Der intensive Austausch und eine gute Zusammenarbeit ist mir daher wichtig“, bekräftigte Dr. Hopp. Landrat Löffler und Bürgermeister Multerer unterstrichen, dass die Feuerwehren für ihre herausfordernde und oft gefährliche Arbeit sowohl die beste Ausbildung als auch eine moderne Ausrüstung benötigten. Hier sei der Staat gefordert, die Kommunen und die Feuerwehren mit ausreichenden Fördersätzen auszustatten und zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang wurde auch die neue Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinie diskutiert, die im Januar 2022 in Kraft getreten ist. Auch wenn die Förderfestbeträge für die Beschaffung und den Bau von Feuerwehrhäusern generell um zehn Prozent angehoben wurde, so stellen die hohen Kostensteigerungen im Bausektor die Feuerwehren, die gerade einen Bau planen, vor große Herausforderungen, wurde im Rahmen des Gesprächs deutlich. Ähnlich verhalte es sich auch beim Fahrzeugkauf. Auch hier machten sich die hohen Preissteigerungen sehr deutlich bemerkbar. Weitere Gesprächsthemen stellten die Digitalisierung der Sireneninfrastruktur, die dem Bevölkerungsschutz und der Alarmierung dient, der Digitalfunk, die zunehmende Bürokratisierung bei der Förderantragsstellung oder auch Herausforderungen beim Schutz der Bevölkerung, dar.

„Bayern steht an der Seite der Feuerwehren und unterstützt sie“, so MdL Dr. Hopp. So investierte der Freistaat in den letzten zehn Jahren mehr als 669 Millionen Euro in die Feuerwehren, davon mehr als 395 Millionen Euro in die Fahrzeug- und Gerätehausförderung und mehr als 270 Millionen Euro in die Ausbildung ehrenamtlicher Feuerwehrleute. Laut Dr. Hopp wurden für das Jahr 2021 rund 57 Millionen Euro für die Förderung des Feuerwehrwesens veranschlagt. Auch die Arbeit des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V. (LFV) als Interessenvertretung der Freiwilligen Feuerwehren Bayerns wird mit einer Förderung von 570.000 Euro pro Jahr von Bayern unterstützt. Gerade bei der Förderung sei es wichtig, die Sicht des ländlichen Raumes einzubringen, waren sich die Gesprächspartner einig.

Dr. Hopp versprach, sich der Themen des Gesprächs anzunehmen und sie mit nach München zu nehmen. Abschließend dankte er Kreisbrandrat Stahl und den Feuerwehrführungskräften nochmals für die hervorragende und engagierte Arbeit bei der Gefahrenabwehr. „Ohne unsere Feuerwehren wäre unsere Heimat – und oft auch das Dorfleben – deutlich ärmer. Auch künftig werde ich die Anliegen unserer Feuerwehr in München einbringen“, betonte Dr. Hopp.