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Written by Gerhard Hopp. Posted in Cham, Chamerau, Pemfling, Tiefenbach

Verkehrsminister Reichhart: „Infrastruktur im ländlichen Raum entscheidend“

„Eine gut ausgebaute Infrastruktur, egal ob Straße, Schiene oder Internet, ist von größter Bedeutung für den ländlichen Raum. Denn nur mit einem guten Ausbauzustand ist wirtschaftliche Entwicklung, schneller Warenverkehr sowie Attraktivität der Region und Zuzug gewährleistet. Jeder Cent in unsere „Lebensadern“ ist sowohl ein klares Bekenntnis für den ländlichen Raum als auch zum Verfassungsziel von gleichen Lebenschancen in Stadt und Land,“ betonte Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart, der auf Einladung seines Landtagskollegen MdL Dr. Gerhard Hopp, MdB Karl Holmeier und Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler im Rahmen einer Informationstour in diesen Tagen den Landkreis Cham besuchte und ganz konkrete Ansagen mit im Gepäck hatte. Des Weiteren nahm am Termin auch Straßenbaudirektor Dr. Richard Bosl teil.

Den ersten Halt legte Dr. Reichhart in der Gemeinde Tiefenbach ein. Bürgermeister Ludwig Prögler, der den Minister ebenfalls eingeladen hatte, erläuterte aktuelle Maßnahmen am Ortskern in Tiefenbach und berichtete von der kürzlichen Einweihung des Skulpturenwegs. Anschließend schilderte Prögler die geplanten Maßnahmen bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Tiefenbach (Staatsstraße 2400 Irlacherstraße und der Staatsstraße 2154 Hauptstraße) und wies auf den Sanierungsbedarf hin. Dr. Reichhart zeigte sich beeindruckt vom kulturellen und gesellschaftlichen Angebot von der Gemeinde Tiefenbach und dankte Bürgermeister Prögler für sein Engagement. Gleichzeitig bestätigte Dr. Reichhart, dass im Zuge der Erneuerung der Wasserleitung und Abwasserkanals auch die Fahrbahnsanierung der Ortsdurchfahrt Tiefenbach im Zuge der St 2400 und 2154 in den Jahren 2020/21 erfolgen könne, um die Synergieeffekte beider Maßnahmen zu nutzen. „Die frühzeitige Abstimmung beider Projekte war absolut sinnvoll“, ergänzte MdL Dr. Hopp. „Den Kostenanteil des Freistaats Bayern für die Erneuerung der Fahrbahn schätzen wir auf 1,2 Millionen Euro“, unterstrich der Minister. Gleichzeitig dankte er seinem Kollegen Dr. Hopp, der sich im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags vehement für Bereitstellung von Mitteln für den Staatsstraßenbau einsetze. „Vielen Dank für Deinen Einsatz, ohne ausreichende Mittel wären viele wichtige Baumaßnahmen nicht möglich“, so Dr. Reichhart.

Bürgermeister Prögler dankte dem Kabinettsmitglied für seine Unterstützung und wies ihn auf auch auf die dringend notwendige Fahrbahnsanierung der St 2400 Hiltersried – Tiefenbach hin. „Die Straße ist für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie als zentrale Anbindung in unsere Region von zentraler Bedeutung“, so das Gemeindeoberhaupt. Dr. Reichhart zeigte sich gut informiert über notwendige Maßnahmen in Tiefenbach, Treffelstein und der Region, da er hierzu mit den Mandatsträgern und Landrat Franz Löffler in engstem Kontakt sei. „Jeder Cent in den Straßenbau ist eine Investition in den ländlichen Raum und seine Bürger“, betonte Dr. Reichart. Aus diesem Grund freue es ihn, mitteilen zu können, dass im Herbst 2019 mit der Sanierung eines größeren Streckenabschnitts der St 2400 begonnen werde. Die Sanierung des Reststücks soll in 2020 erfolgen. Die CSU-Politiker dankten dem Minister für seine Unterstützung. „Gerade in Zeiten, in denen oft diskutiert wird,“ wieviel Infrastruktur man überhaupt brauche, danke ich Minister Dr. Reichhart für sein klares Bekenntnis für den Ausbau der Infrastruktur“, bekräftige Landrat Löffler. Auch MdB Holmeier betonte in diesem Zusammenhang, dass neben dem weiteren Ausbau der Staatsstraßen auch der vierspurige Ausbau von B 16, B 85 und B 20 als zentrale Verkehrsachsen Ostbayerns entschieden vorangetrieben werden müssten.

Den nächsten Halt legten die CSU-Politiker an der St 2151 zwischen Pemfling und Kager ein. Bürgermeister Franz Haberl schildere, dass auf diesem sehr kurvigen Streckenabschnitt im Jahr 2010 eine Fahrbahnsanierung (Tragschichtverstärkung mit Deckenbau) durchgeführt wurde, die nur 4,5 Meter Fahrbahnbreite aber Gefahren mit sich bringe. Gerade entgegenkommende Großfahrzeuge oder landwirtschaftliche Nutzgeräte hätten daher oft Probleme. Minister Dr. Reichhart dankte Bürgermeister Haberl für seinen Bericht und stellte klar, dass eine Verbreiterung im engen Kurvenbereich westlich Pemfling eine umfangreiche Planung mit Grunderwerb einschließlich der Schaffung des Baurechts voraussetze. „Eine kleine, aber für die Bürgerinnen und Bürger deutlich spürbare Verbesserung kann ich aber dennoch heute mitteilen: „In 2019 nehmen wir auf einer Länge von rund 120 Metern eine Verbreiterung der Fahrbahn um einen Meter vor, da dieser Streckenabschnitt auch Umleitungsverkehr der B 22 aufnehmen muss. Des Weiteren wird das Bauamt regelmäßig den Zustand der Fahrbahn überprüfen und die Fahrbahn mit einfachen Instandhaltungsmaßnahmen in ordnungsgemäßen und sicheren Zustand halten. Vielen Dank auch an Dr. Bosl vom Straßenbauamt für die gute Zusammenarbeit“, unterstrich Dr. Reichhart. Darüber hinaus stellte der Verkehrsminister in Aussicht, dass eine Verbreiterung der Strecke über die 120 Meter Länge hinaus geprüft werden solle.

Nächsten Tagesordnungspunkt nahm der barrierefreie Ausbau des Chamer Bahnhof ein. Dr. Reichhart: „Der Bund hat uns bestätigt, dass der modernisierte Bahnhof Cham mit einer Bahnsteighöhe von 55 Zentimeter geplant werden kann. Auf dieses Signal haben wir gewartet. Damit können wir nun den Planungsvertrag zwischen Freistaat und Deutscher Bahn zum barrierefreien Ausbau dieses wichtigen Oberpfälzer Knotenbahnhofs finalisieren“, bekräftigte der Minister. Dr. Reichhart sicherte des Weiteren eine schnelle Umsetzung der Vertragsverhandlungen zu, damit die Deutsche Bahn noch heuer mit den Planungen beginnen kann. MdL Dr. Hopp, MdB Holmeier und Landrat Löffler begrüßten die Zusage von Minister Reichart und betonten, dass sie sich weiter gemeinsam für den barrierefreien Ausbau einsetzen werden.

Letzte Station des Informationsbesuchs im Landkreis Cham bildete die Besichtigung der Baustelle zur Ortsumgehung Lederdorn. MdL Dr. Gerhard Hopp betonte die Bedeutung der Maßnahme für die gesamte Region, bevor Dr. Bosl stellte zusammen mit Bürgermeister Stefan Baumgartner die Maßnahme kurz vor, die voll im Zeitplan liege. So stehe der 2020 anvisierten Fertigstellung des Projekts  nichts mehr im Wege“. Weiter informierte Dr. Bosl, dass derzeit die Arbeiten an der Anschlussstelle Ost einen Schwerpunkt darstellten, die bis Ende Juni befahrbar sein soll. Der Pfingstverkehr wird also noch über die ausgeschilderte Umleitung laufen. Minister Dr. Reichhart zeigte sich beeindruckt von der Baumaßnahme und der Schlagkraft der am Bau beteiligten Firmen und der Kommune Chamerau. „An dieser Baumaßnahme zeigt sich wieder exemplarisch, dass alle Widerstände überwunden werden können, wenn Bürger, Gesellschaft und Politik an einem Strang ziehen. Abschließend dankte er MdL Dr. Hopp, MdB Holmeier und Landrat Franz Löffler für ihren steten Einsatz bei der Weiterentwicklung der gesamten Region, bevor die Politiker weiter zur B 20-Straßenkonferenz nach Straubing fuhren.