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Gerhard Hopp stellt frühzeitig Weichen für die Zukunft: „Jetzt Erneuerung aktiv gestalten“

CSU-Kreisvorsitzender kündigt geordneten Übergang für 2027 an – Persönliche und berufliche Neuorientierung – Hopp: „Gehe einen Schritt ins Ehrenamt zurück und bleibe der CSU treu“

13.10.2026, 14:25 Uhr

Der Chamer Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Dr. Gerhard Hopp hat eine wichtige persönliche und politische Weichenstellung für die kommenden Jahre bekanntgegeben. Bei den parteiinternen Wahlen im kommenden Jahr 2027 wird er nicht erneut für den CSU-Kreisvorsitz kandidieren. Zugleich kündigte Hopp an, sich nach drei Legislaturperioden bei der Landtagswahl 2028 nicht erneut um das Direktmandat im Landkreis Cham zu bewerben. Seine Entscheidung teilte er zunächst persönlich seinen politischen Wegbegleitern im CSU-Kreisvorstand mit. „Diese Entscheidung ist über längere Zeit gereift und mir nicht leichtgefallen. Aber politische Verantwortung bedeutet für mich nicht nur, ein Amt mit ganzer Leidenschaft auszufüllen. Sie bedeutet auch, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und den Mut zu haben, rechtzeitig neuen Köpfen Raum zu geben und damit Erneuerung zu ermöglichen“, erklärt Hopp.

Bewusst frühzeitige Entscheidung

 Der Zeitpunkt der Bekanntgabe sei bewusst gewählt. Zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl solle ausreichend Zeit für einen geordneten Übergang und eine personelle wie inhaltliche Neuaufstellung der CSU im Landkreis bleiben. Die vergangenen Jahre hätten ihn intensiv gefordert und zum Nachdenken bewegt, so Hopp. Nach reiflicher Überlegung sei für ihn der Zeitpunkt gekommen, nun bewusst Weichen zu stellen. „Ich möchte nicht an Ämtern oder Mandaten festhalten, sondern meinen Beitrag dazu leisten, dass Neues entstehen kann. Eine Volkspartei muss immer wieder die Kraft haben und die Gelegenheit bekommen, sich rechtzeitig aus sich selbst heraus zu erneuern.“ Bis zur turnusgemäßen Neuwahl des CSU-Kreisvorstands im Sommer 2027 werde Hopp sein Amt uneingeschränkt weiterführen. Der dann neu gewählte Kreisvorstand könne anschließend die weitere personelle Aufstellung beraten und die anstehenden Nominierungsverfahren vorbereiten.

Seit 2013 für den Landkreis im Bayerischen Landtag – Grenzregionen stets besonders im Blick

Hopp war 2013 unter besonderen Umständen als Nachfolger des erkrankten damaligen Landtagsabgeordneten Markus Sackmann erstmals für den Bayerischen Landtag angetreten. Seitdem erhielt er bei drei Landtagswahlen und drei Kreistagswahlen das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler im Landkreis Cham. „2013 habe ich selbst die Chance bekommen, neu anzutreten und Vertrauen bei den Menschen zu gewinnen“, erinnert Hopp. Sackmanns politischer Stil – menschlich und bürgernah, zugleich fest in der Sachpolitik verwurzelt – sei ihm bis heute ein Vorbild. „Nach drei Legislaturperioden halte ich es für richtig, diese Chance nun rechtzeitig auch anderen zu geben.“ Innerhalb der CSU übernahm Hopp ebenfalls zahlreiche Aufgaben. Seit 2021 führt er den CSU-Kreisverband Cham und wirkte darüber hinaus in verschiedenen Funktionen auf Landesebene an der inhaltlichen und grundsätzlichen Ausrichtung der Partei mit. „Ich habe mich in all diesen Jahren mit ganzer Kraft und viel Herzblut für unsere Heimat, für einen starken ländlichen Raum und ganz besonders für unsere Grenzregion im Herzen Europas eingesetzt“, so Hopp.

Nach 15 Jahren in der Berufspolitik noch einmal etwas Neues angehen

Mit der politischen Entscheidung verbindet Hopp auch eine persönliche Weichenstellung. „Ich bin heute 45 Jahre alt. Nach Jahren, in denen die Politik mein Leben ganz wesentlich geprägt hat, möchte ich mich beruflich noch einmal neu orientieren und etwas Neues angehen.“ Bis dahin stehe jedoch die politische Arbeit unverändert im Mittelpunkt. Sein Landtagsmandat werde er bis zum letzten Tag mit vollem Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cham wahrnehmen. Ebenso werde er bis zur Übergabe des Kreisvorsitzes seine Aufgaben mit ganzer Kraft erfüllen und an einem geordneten Übergang mitarbeiten.

„Die CSU ist meine politische Heimat und wird es im Ehrenamt bleiben“

Ausdrücklich verbindet Hopp seine Entscheidung mit einem Bekenntnis zur CSU. „Ich bin unserer Partei aus Überzeugung verbunden. Unser Land braucht gerade heute mehr denn je eine moderne und wertegebundene Volkspartei wie die CSU, die aus Bayern die Zukunft Deutschlands und Europas positiv mitgestalten will.“ Auch nach seiner Zeit als Landtagsabgeordneter wolle er deshalb politisch engagiert bleiben, künftig dann wieder im Ehrenamt. „Unsere CSU lebt von den vielen Menschen, die sich Tag für Tag ehrenamtlich für unsere Land einsetzen. Auch ich möchte mich künftig einbringen, meine Erfahrung weitergeben und neue Verantwortungsträger unterstützen – vielleicht nicht mehr in der ersten Reihe, aber weiterhin mit Überzeugung, Freude und Herzblut.“

Dank an Mitglieder, Unterstützer und Wegbegleiter

Besonders dankt Hopp den Mitgliedern und Ehrenamtlichen der CSU sowie seinen Wegbegleitern für das Vertrauen und die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. „Ich bin von Herzen dankbar für das Vertrauen, für unzählige Begegnungen und Gespräche, gemeinsame Veranstaltungen und Wahlkämpfe, für Unterstützung, Freundschaft und unser erfolgreiches Miteinander für unsere Heimat.“ Sein Blick richte sich dabei ausdrücklich nach vorne. Die kommende Zeit solle genutzt werden, um die CSU im Landkreis mit einer starken Mannschaft neu aufzustellen und gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Für mich ist das kein Abschied. Es ist ein bewusster Schritt in einen neuen Lebensabschnitt und zugleich Ausdruck meiner Überzeugung, dass es nach drei Legislaturperioden richtig ist, jetzt Erneuerung aktiv zu gestalten.“