Fachkräftemangel in Arztpraxen: CSU-Fraktion will Beruf von Medizinischen Fachangestellten weiter aufwerten

10.07.2023 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Um dem Fachkräftemangel in Arztpraxen entgegenzuwirken, fordert die CSU-Fraktion gemeinsam mit dem Koalitionspartner erneut im Rahmen eines gezielten Antragspakets von der Staatsregierung, den Beruf der Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten zu reformieren und aufzuwerten.

Ziel ist es, mehr medizinisches Fachpersonal zu gewinnen und dieses auch länger im Beruf zu halten. Dazu sollen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten verbessert, das betriebliche Gesundheitsmanagement ausgebaut und attraktive Teilzeit- und Arbeitszeitmodelle geschaffen werden. Aktuell brechen überdurchschnittlich viele Azubis im Bereich der Medizinischen Fachangestellten ihre Ausbildung vorzeitig ab. Mittels einer wissenschaftlichen Studie sollen die Gründe dafür ausfindig gemacht werden. Analog zur Imagekampagne für Pflegekräfte „NeuePflege.bayern“ soll zudem öffentlichkeitswirksam die Wertigkeit und Vielseitigkeit der medizinischen und zahnmedizinischen Assistenzberufe im Rahmen einer Kampagne dargestellt werden.


Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Bernhard Seidenath:

„Der Fachkräftemangel nimmt in vielen Bereichen der medizinischen und pflegerischen Versorgung dramatische Züge an. Im Bereich der Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten (MFA/ZFA) wirkt er sich mittlerweile negativ auf die Patientenversorgung aus, Praxen müssen schließen oder die Sprechzeiten reduzieren. Wir müssen handeln und alle Register ziehen, um mehr Menschen für diese so wichtigen Berufe zu begeistern und die Arbeits- und Rahmenbedingungen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Deshalb fordern wir nach unserem ersten Antragspaket und einem Änderungsantrag zum Haushalt nun weitere Konzepte, um dem Engpass an MFA und ZFA gezielt entgegenzuwirken. Nur so lässt sich die Patientenversorgung in Bayern auch künftig gewährleisten.“

Das Antragspaket wird am 11.07.2023 im Ausschuss für Gesundheit und Pflege beraten und verabschiedet.

Sie finden das Antragspaket im Anhang.