Anlässlich des Europatags besuchte der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp in diesen Tagen zusammen mit Katharina Drescher-Seidl vom Europe-direct-Büro Furth im Wald das Robert‑Schuman‑Gymnasium sowie das Joseph‑von‑Fraunhofer‑Gymnasium in Cham. In angeregten Diskussionsrunden sprach der Landtagsabgeordnete mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe über die Bedeutung Europas, aktuelle internationale Herausforderungen und die Zukunft der Europäischen Union.
Zu Beginn stellte sich Dr. Hopp persönlich vor. Er sei Mitglied des Europa‑Ausschusses des Bayerischen Landtags sowie Koordinator für die bayerisch-tschechische Parlamentszusammenarbeit. Aus seiner eigenen Biografie heraus machte er deutlich, wie wertvoll das vereinte Europa ist: Als Kind habe er noch den Eisernen Vorhang erlebt – ebenso wie dessen Fall. Die damalige Trennung sei heute kaum mehr vorstellbar. Inzwischen bilde die bayerisch‑böhmische Grenzregion eine enge Arbeits‑, Wirtschafts‑ und Kulturregion, die maßgeblich zu Wachstum, Austausch und Wohlstand in der Region beitrage.
Dr. Hopp erinnerte daran, dass die europäische Gemeinschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als großes Friedensprojekt gegründet wurde. Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Freiheit seien von Anfang an zentrale Leitlinien europäischen Handelns gewesen. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass Europa heute von vielen Menschen kritisch gesehen werde – etwa wegen wahrgenommener Regelungswut, Vorgaben und Bürokratismus. Auch populistische Stimmen, die einfache Lösungen versprächen und eine Rückkehr zu reinen Nationalstaaten forderten, würden lauter.
Dieser Ansatz sei jedoch der falsche Weg, betonte der Abgeordnete. Gerade in einer hochkomplexen Welt mit internationalen Krisen brauche es ein starkes, handlungsfähiges Europa. Mehr Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Außenpolitik und Wirtschaft sei notwendig, um den großen globalen Akteuren wirksam begegnen zu können. „Europa muss mit einer Stimme sprechen, um auf der Welt gehört zu werden – auch von internationalen Akteuren beispielsweise China oder auch US-Präsident Donald Trump“, betonte der Chamer Politiker.
Im anschließenden offenen Austausch diskutierten die Schülerinnen und Schüler engagiert mit Dr. Hopp über aktuelle weltpolitische Themen. Dabei standen unter anderem der Iran‑Konflikt, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Chinas Aufstieg zur neuen Wirtschaftsmacht im Mittelpunkt.
Zum Abschluss zog Dr. Hopp ein zuversichtliches Fazit für die Zukunft der Europäischen Union. Er sprach sich klar dafür aus, Europa weiter zu stärken und die Kräfte der Mitgliedstaaten gezielt zu bündeln. Nur so könne die EU ihre Werte von Frieden, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auch künftig selbstbewusst vertreten und ihre Interessen in einer sich rasch wandelnden Welt wirksam durchsetzen. Ein geeintes Europa biete nicht nur Sicherheit nach innen und außen, sondern eröffne gerade auch jungen Menschen große Chancen – sei es durch Bildung, Mobilität, wirtschaftliche Perspektiven oder kulturellen Austausch. Für Dr. Hopp steht fest: Europa ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine gemeinsame Aufgabe, die weiterentwickelt werden muss. Der offene Austausch mit Schülerinnen und Schülern sei dafür unverzichtbar, betonte der Abgeordnete abschließend. Der Dialog mit der jungen Generation stärke das Verständnis für europäische Zusammenhänge und lege den Grundstein für ein engagiertes, demokratisches und zukunftsfähiges Europa.
